Vorstand 2019

 

Vorstand

Vorstand SPD Bosau. Von links nach rechts:  Elisabeth Schloz, Hans-Jürgen Sattler, Rudi Schloz, Birgit Steingräber-Klinke, Volker Gudewer

 

1. Vorsitzende

Birgit Steingräber-Klinke

 

Stellv. Vorsitzender

Volker Gudewer

 

Kassiererin

Elisabeth Schloz

 

Beisitzer

Hans-Jürgen Sattler, Rudi Scholz, Gerd Warda

 

Vorstandsmitglied mit beratender Stimme

Burkhard Klinke, Kreistagsabgeordneter OH

 

Kreistag

Burkhard Klinke

 

Burkhard Klinke: Kreistagsabgeordneter, Fraktionsvorsitzender der SPD Kreistagsfraktion Ostholstein

 

 

Historie

100 Jahre Fahne der USPD Bosau von 1919

Ferdinand Lassalle gründete am 23. Mai 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV). Dieser Tag gilt als Geburtstag der deutschen Sozialdemokratie. 1890 gab sich die deutsche Sozialdemokratie in Halle den Namen „Sozialdemokratische Partei Deutschlands.“

Die damals noch junge Sozialdemokratie erreichte bei den Reichstagswahlen 1874 in Schleswig-Holstein die absolute Mehrheit in zwei Wahlkreisen. Einer davon war der Wahlkreis 9 (Oldenburg/Plön). Und das, obwohl in Ostholstein die Gutsherrschaft vorherrschte – oder gerade deshalb. Viele der politisch aufgeschlossenen Menschen hatten sich für die SPD eingesetzt und sie auch kritisch begleitet.

Im 1. Weltkrieg hatte die SPD Deutschland verteidigt und mit zunehmenden Kriegsjahren auch politisch Friedenslösungen gefordert. In der Frage der ständig neu zu bewilligenden Kriegskredite spaltete sich die SPD 1917 in Mehrheitssozialisten (MSPD) und unabhängige Sozialisten (USPD).

Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) war eine sozialistische Partei im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Die USPD bestand nach massiven Parteientritten aus ehemaligen SPD Mitgliedern.

Höhepunkte nach der Parteigründung im April 1917 waren neben dem Wirken in der Novemberrevolution 1918 die Regierungsbeteiligungen der USPD. Der USPD gehörten 1917 ca. 100.000 Menschen an, 1920 erreichte die Mitgliederzahl mit 900.000 ihren höchsten Stand. Durch Rücktritte, Absetzungen und Wahlniederlagen verlor sie zahlreiche Machtpositionen. Hinzu kann die Abspaltung von Mitgliedern der Spartakusgruppe, die im Jahr 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands gründeten. Zwischen 1920 und 1922 setzte der Zerfall der USPD ein. Viele Mitglieder gingen 1920 zur SPD zurück. 1922 vereinigten sich die beiden Parteien in Nürnberg wieder zur Mutterpartei SPD.

Der SPD Ortsverein Bosau besitzt eine große Fahne der USPD, in die auf der blauen Seite „Für Freiheit und Recht“ und auf der anderen Seite Ortsgruppe Bosau 1919 mit dem „Handschlag“, dem alten Symbol der Arbeiterver-brüderung, eingestickt ist. Damit wird dokumentiert wie politisch es damals in unserer Gemeinde Bosau zugegangen war.

Leider haben wir außer der Fahne nichts mehr, dass uns Auskunft geben könnte über die USPD, MSPD und SPD. Natürlich wissen wir, dass von 1933 – 1945 die SPD verboten war. Aber überall im Lande wurden Dinge, die die Sozialdemokraten betrafen, versteckt, vergraben, so wie auch unsere Fahne.

1947 wurde der SPD Ortverein Bosau gegründet oder wir können sagen, der Ortsverein wurde wieder ins Leben gerufen, da es ihn schon während der Weimarer Republik und vielleicht auch im Kaiserreich gab? Wir wissen es nicht. Wir haben auch keine Unterlagen über unsere politische Arbeit hier in Bosau für die ersten Jahre seit 1947. Das ist sehr schade, zeigt aber auch die Sorge und Nöte der Menschen in der damaligen Nachkriegszeit, die ihr Leben sichern mussten und keine Zeit zum Schreiben von Protokollen hatten.                                                                     

 

Fahne der USPD Bosau
Fahne der USPD Bosau

 

Rückseite Fahne der USPD Bosau
Rückseite Fahne der USPD Bosau

 

Fahnenspitze